Donnerstag, 26.11.2020 18:32

Die Geschichten des Ankommens

Gerti Zack vor dem Schaufenster des Stadtteilmanagements

Die Geschichten des Ankommens

Bei der gestrigen Kartenrunde am Balkon vernahm Frau Zack von ihrer guten Freundin Elfi, dass beim GB*Stadtteilmanagement in der Ladenzeile wieder ein neuer Aushang im Schaufenster hängt. Diese Neuigkeit lässt ihr auch am nächsten Morgen noch keine Ruhe. „Was hat sie gesagt? Geschichten des Ankommens werden gesucht. Was da wohl dahinterstecken könnte?“, rätselt sie. Gleich zu Beginn ihrer Walkingrunde will sie auf einen Sprung vorbeischauen und dem ominösen Inserat auf den Grund gehen.

Der Aushang im Fenster springt ihr gleich ins Auge: „Ankommen – die Nachbarschaft erleben. Wie war es damals? Wir suchen ihre Geschichte“ steht da in großen Buchstaben. „Aha. Die sind also auf der Suche nach persönlichen Erzählungen über unser schönes Zuhause. Hmm … wozu?“, denkt sie sich.

„Naja, da ist schon etwas Wahres dran: Erst die persönlichen Erinnerungen machen ja einen Ort zu einem Daheim.“, Gerti ist begeistert von der Idee. Sie möchte auf jeden Fall auch eine Erinnerung beisteuern und schnappt sich eine Postkarte zum Ausfüllen, die sie in ihrer Bauchtasche verstaut. Abgeben kann man die Karte persönlich zu den Öffnungszeiten des GB*Stadtteilmanagements. Oder man schickt sie per E-Mail, wie man das halt lieber mag. Während sie davon spaziert, grübelt sie bereits nach, welche der unzähligen Geschichten von damals sie erzählen könnte! 1982 ist sie mit ihrem Franz hergezogen …

Am Heimweg geht sie gleich nochmals bei der Ladenzeile in der Berresgasse vorbei und steckt noch ein paar Postkarten für ihre Freundinnen ein. Die müssen das auch ausfüllen! Gerti hätte ja am liebsten, wenn ganz Hirschstetten und Breitenlee mitmacht. Vor allem, weil ihr die Idee so gut gefällt: aus der Perspektive von damals zu berichten, als sie ganz neu hergekommen waren. Vielleicht gibt es ja tatsächlich Gemeinsamkeiten zwischen den Ankommenden aus „den guten alten Zeiten“ und denen, die in Zukunft einziehen werden großartig! Denn alle, die hier wohnen, sind ja auch mal hergezogen, so wie die zukünftigen Bewohner*innen der neuen Bauten irgendwann auch zu den Alteingesessenen gehören werden.

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KARTE

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  1. 30.03.2023 16:11 / Heinz Blüml

    Das Foto hat mit der Siedlung Kriegerheimstätte nix zu tun. Völlig anderer Haustyp. Es gibt Gärten aber keinen Hof.
    Kinos gab es in „Hirschstetten“, Stadlau und Aspern.
    Die Kriegerheimstätten liegen in der KG Aspern, die Grenze bildet die Quadenstrasse.
    Wohingegen etwa die ehm. Waagner Biro Stadlau in Hirschtetten liegt.
    http://www.kriegerheimstaetten.at/linked/festschrift_50_jahre.pdf
    http://www.kriegerheimstaetten.at/linked/festschrift-100-jahre.pdf
    http://www.kriegerheimstaetten.at/
    https://josefauer.com/wien-1908-hirschstetten/ Hirschstetten Ortskern

    • 18.04.2023 11:34 / Therese Jakoubek

      Vielen Dank, für Ihr Engagement und ihr informatives Kommentar. Wir haben den Beitrag soeben überarbeitet. Kommen Sie sehr gerne zu unseren Öffnungszeiten vorbei oder rufen Sie uns an, falls Sie oder andere Leser*innen, Anregungen für weitere spannende Beiträge haben. Hier sind unsere Kontaktdaten:
      GB*Stadtteilmanagement Berresgasse
      Ziegelhofstraße 36/12/7R (Lokal auf der Höhe Berresgasse 2), 1220 Wien
      T: 0676/8118 64 683
      nord@gbstern.at
      Geöffnet: DI 9-13 Uhr, DO 14-18 Uhr