Neulich war Lilly wieder unterwegs – diesmal im Jakob-Bindel-Park. Die Sonne hat durch die Baumkronen gelacht, Kinder sind auf der Wiese herumgetollt, und Lilly? Die war auf geheimer Mission: Sie will mitentscheiden, welcher Baum der neue Superbaum von Hirschstetten wird!
Denn derzeit läuft das Projekt „Hirschstetten sucht den Superbaum“ von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung für den 22. Bezirk.
Fünf Bäume stehen zur Wahl – und sie alle wachsen hier im Park. Also beschließt Lilly, sich selbst ein Bild zu machen.
Zuerst entdeckt sie die zwei Hopfenbuchen mit den Spitznamen „Kletterbaum“ und „Fortnite“ die zur Wahl stehen. Beide haben eine sehr breite Krone. Die Bäume sind zwischen 8 und 10 Meter hoch und circa 50 Jahre alt. Hopfenbuchen stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Heute werden sie auch in Wien gern gepflanzt, weil sie Hitze und Trockenheit gut vertragen. Die Blätter sind oval mit gezacktem Rand und verfärben sich im Herbst gelb. Besonders auffällig sind die Blüten – lange, gelbbraune Kätzchen, die im Frühling erscheinen. Auch die Früchte sind interessant: kleine Nüsse, die sich bei Wind gut verbreiten.
Ein Stück weiter steht der Spitzahorn mit dem Spitznamen „Malta“ – etwa 8 Meter hoch und circa 41 Jahre alt. Seine dichte Krone spendet viel Schatten, und im Frühling trägt er gelbgrüne Blüten, die früh im Jahr Bienen anlocken. Die Blätter haben fünf spitze Lappen und ähneln denen der Platane. Im Herbst leuchtet das Laub gelb bis rot. Lilly erinnert sich an die kleinen Propellerfrüchte, die man als Kind gern fliegen lässt – auch die gehören zum Spitzahorn.
Weiter hinten im Park entdeckt Lilly eine Blasenesche mit dem Spitznamen „Omega“. Sie ist mit ihren 14 Jahren noch relativ jung, fällt aber durch ihre auffälligen Blüten und Früchte auf. Im Sommer trägt sie lange, gelbe Blütenrispen, die später zu papierartigen Kapseln werden. Diese sehen aus wie kleine Lampions und bleiben oft bis in den Herbst hängen. Auch sie ist ein Baum, der gut mit Trockenheit zurechtkommt.
Schließlich kommt sie zu den zwei großen Vogelkirschen „Sarah“ und „Nora“. Sie sind mit über 60 Jahren die ältesten Kandidatinnen. Im Frühjahr tragen sie weiße Blüten, im Sommer kleine, dunkle Früchte, die vor allem Vögel mögen. Ihre breite Krone bietet viel Schatten. „Ein guter Ort zum Ausruhen“, denkt sich Lilly.
Nach ihrem Rundgang ist Lilly sehr beeindruckt: „Jeder Baum hat seine eigene Stärke – sei es Schatten, Blütenpracht, ökologische Bedeutung oder Kletterpotenzial.“ Welchem Baum Lilly ihre Stimme gibt, verrät sie allerdings nicht. Das bleibt geheim!
Bis zum 5. September können noch alle Menschen für ihren Favoritenbaum abstimmen. Entweder direkt hier, im GB*Stadtteilbüro oder dem GB*Stadtteilmanagement in der Berresgasse.
Die Siegerbäume bekommen übrigens auch ein passendes Geschenk – vom Insektenhotel bis zur Lesung unter Bäumen. So gewinnt nicht nur der Baum – sondern auch die ganze Nachbarschaft.
/ Stadteilmanagement Berresgasse / Dienstag, 05.08.2025 / 0