Letzten Freitag war Jan Lepczyk zum ersten Mal bei der Müllsammelaktion in der Berresgasse dabei. Bis jetzt hat Jan seine Streifzüge durch den 22. Bezirk meist mit Ferdinand, seinem Hund, und einem Kaffee in der Hand unternommen – heute hieß es allerdings: Greifzange statt Spazierstock. Treffpunkt war der Mahrweg 2 um 17:00, und er war gespannt, wie viele andere sich zu dieser monatlichen Aktion einfinden würden.
Gemeinsam mit sieben weiteren Freiwilligen ging es durch den Stadtteil, von Gehsteig zu Gehsteig und von Park zu Park. Jan sammelte von Kaffeebechern über Verpackungen bis hin zu kleinen Überraschungen, die besser im Müll als auf dem Boden aufgehoben sind, alles auf. „Es ist erstaunlich, wie viel man sieht, wenn man aufmerksam ist“, sagt er. Besonders beeindruckt hat ihn, wie selbstverständlich die Gruppe zusammenarbeitete – Menschen, die sich nicht über herumliegenden Müll ärgern, sondern einfach anpacken, egal ob sie ihn verursacht haben oder nicht.
Nach gut anderthalb Stunden waren die Müllsäcke gefüllt, und alle Beteiligten zufrieden. „Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, was man gemeinsam bewirken kann – und nebenbei lernt man seine zukünftigen Nachbar*innen kennen“, resümiert Jan. Ferdinand war zwar müde, aber sichtlich glücklich über die vielen neuen Eindrücke und Gerüche.
Bevor er sich verabschiedet, bedankt sich Jan herzlich bei dem engagierten Bewohner, der diese Aktion ins Leben gerufen hat und jeden Monat organisiert. Für ihn ist klar: Beim nächsten ersten Freitag im Monat ist er wieder mit dabei. Nicht nur, um die Nachbarschaft sauber zu halten, sondern auch, weil es ein schönes Zeichen dafür ist, wie viel entstehen kann, wenn Menschen einfach gemeinsam ins Tun kommen – unabhängig davon, wer den Müll hinterlässt und wer ihn hebt.
/ Stadteilmanagement Berresgasse / Freitag, 28.11.2025 / 0